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17.03. 2017

Ballaststoffarme Ernährung verringert die mikrobielle Diversität im Darm

17. März 2017|

Forscher der Stanford University haben herausgefunden, dass die, in der westlichen Bevölkerung übliche, ballaststoffarme Ernährung zu einem signifikanten Rückgang der mikrobiellen Diversität im Darm führen kann.

Dies wurde anhand von Tiermodellen mit Mäusen, die mit einer menschlichen mikrobiellen Darmgemeinschaft besiedelt wurden, gezeigt. Bei Mäusen, die ballaststoffarm ernährt wurden, nahm die Anzahl von etwa 60% der Bakterienspezies stark ab. Bei Mäusen, die eine ballaststoffreiche Ernährung erhilten, konnte lediglich ein Rückgang von etwa 11% der Bakterienspezies beobachtet werden.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln und der Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaft im Darm.

Quelle:
http://www.nature.com/nature/journal/v529/n7585/full/nature16504.html
http://www.the-scientist.com/?articles.view/articleNo/45069/title/Gut-Microbes-Need-Fiber–Too/

9.01. 2017

Asklepios Kliniken-Gründer Dr. Broermann beteiligt sich an Tübinger Start-up CeMeT

09. Januar 2017|

Darmbakterien und Mikrobiom wichtiges Feld künftiger Precision Medicine

Tübingen, 09.01.2017 – Der Gründer und Alleingesellschafter der privaten Klinik-Kette Asklepios, Dr. Bernard große Broermann, beteiligt sich mit rund 40 Prozent am Tübinger Center for Metagenomics, der CeMeT GmbH. Die CeMeT baut mit dem Tübiom-Projekt (www.tuebiom.de) eine der weltweit größten Mikrobiom-Referenzdatenbanken auf. Ziel ist es, die Rolle der Darmbakterien bei Erkrankungen wie Krebs, Alzheimer, Diabetes aber auch Vitaminmangel zu erforschen. Dr. Broermann hatte erst vor wenigen Wochen auf einer Veranstaltung der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT öffentlich angekündigt, dass sich die Asklepios Kliniken künftig verstärkt auf dem Zukunftsfeld der Precision Medicine engagieren wollen.
Während heutzutage die Ursachen vieler Krankheiten ungeklärt sind und Therapien auf rein statistischen Grundlagen verordnet werden, entwickelt sich international mit der Precision Medicine ein neuer Ansatz. Dabei werden für neue Therapien die Zusammenhänge zwischen der Genetik, der Umwelt und weiteren individuellen Faktoren, wie beispielsweise der Besiedlung des Darms mit unterschiedlichen Bakterien, berücksichtigt.
Die Beteiligung erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung, die mehrere Millionen Euro umfasst. Die Gründungsgesellschafter der CeMeT, die Tübinger Professoren Ingo Autenrieth, Daniel Huson und Detlef Weigel sowie die CeGaT GmbH, verbleiben im Unternehmen engagiert und halten zusammen 55,6 Prozent der Anteile.
Im Jahr 2016 investierten Unternehmen weltweit mehr als 600 Millionen Dollar in die Mikrobiom-Forschung. Die weltweite Mikrobiom-Forschung erfährt derzeit eine dramatische Beschleunigung mit der Folge, dass immer mehr Organisationen und Firmen Bedarf an Analyse und Interpretation von Mikrobiomen haben. So startete die amerikanische Regierung in diesem Jahr eine „National Microbiome Initiative“. Neben dem Tübiom-Projekt ist die CeMeT seit ihrer Gründung 2014 Partner für Universitäten und Kliniken im Bereich der Mikrobiom-Forschung. Die Analysen erfolgen auf dem aktuellen Stand der Forschung.
CeMeT und Asklepios Kliniken
Drei bekannte Forscher und ein renommiertes Labor für molekulargenetische Diagnostik gründen 2014 die Mikrobiom-Firma CeMeT. Zeitgleich mit dem Tübinger Center for Metagenomics (CeMeT) heben die Tübinger Professoren Ingo Autenrieth, Daniel Huson und Detlef Weigel zusammen mit dem Labor CeGaT GmbH eines der weltweiten größten Mikrobiom-Projekte aus der Taufe – das Tübiom. Ziel des Referenzprojekts ist es, Mikrobiom Analysen für diagnostische Untersuchungen zu erschließen. Mit dem Gründer der Asklepios Kliniken als weiterem CeMeT-Gesellschafter unterstützt eine Klinikkette mit 45.000 Mitarbeitern und mehr als zwei Millionen Patienten pro Jahr das Unternehmen. So vereint die CeMeT die Vorteile einer schnellen und flexiblen Organisation mit den Möglichkeiten einer großen Organisation. Im Geschäftsalltag bietet die CeMeT Kunden aus Forschung und Industrie Mikrobiom Analysen (16S, Shotgun). Dabei bietet die Firma anerkannte Expertise in Präanalytik, Sequenzierung, Datenauswertung, Mikrobiologie und Medizin unter einem Dach.

17.11. 2016

Einfluss von Probiotika auf das Reizdarmsyndrom

17. November 2016|

Das Reizdarmsyndrom ist eine Darmerkrankung, von der in westlichen Ländern ca. 10-20% der Bevölkerung betroffen sind. Die Ursache des Reizdarmsyndroms ist teilweise unklar und Gegenstand der aktuellen Forschung.  Unter anderem wird eine veränderte Zusammensetzung der Darmbakterien (Darmflora) mit der Krankheit in Verbindung gebracht. Zur Behandlung werden verschiedene Medikamente eingesetzt, welche oft Nebenwirkungen entwickeln können. Ein weiterer generell akzeptierter Therapieansatz sind Probiotika, die nebenwirkungsarm sind.  Eine kürzlich veröffentlichte Metaanalyse, die Ergebnisse aus 21 verschiedenen randomisierten und kontrollierten Studien untersuchte, zeigt, dass eine geringe Dosis von Probiotika wirksamer ist als eine Hohe. Auch eine kurze Anwendungsdauer (unter 8 Wochen) wirkt sich demnach positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass es besser ist nur mit einer Art von Probiotikum zu behandeln als mit einer Kombination aus verschiedenen Probiotika.

Die Studien belegen, dass Probiotika eine wirksame Therapie für das Reizdarmsyndrom sein können. Zukünftige Studien mit einer größeren Teilnehmeranzahl sind nötig zur systematischen Untersuchung der Auswirkungen von Probiotika, um ihre optimale Zusammensetzung, Dosis und Anwendungsdauer zu finden.

Quelle:

Zhang Y, Li L, Guo C, et al. Effects of probiotic type, dose and treatment duration on irritable bowel syndrome diagnosed by Rome III criteria: a meta-analysis. BMC Gastroenterol. 2016; 16(1):62. doi:10.1186/s12876-016-0470-z.

1.03. 2016

Tübiom Projekt

01. März 2016|

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Am 1. März 2016 startet die CeMeT GmbH in Kooperation mit dem Universitätsklinikum und der Universität Tübingen.

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26.01. 2016

Beruht die Wirkung von Metformin auf Änderungen des Darmmikrobioms?

26. Januar 2016|

Metformin ist der am häufigsten eingesetzte Wirkstoff zur Behandlung von Diabetes Typ 2. Eine im Dezember veröffentlichte Studie lässt vermuten, dass die Wirkung zum Teil im Darm erzielt wird. Die Forscher haben untersucht, wie die Einnahme von Metformin das Darmmikrobiom beeinflusst. Die veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms scheint zum einen zur verbesserten Regulierung des Blutzuckerspiegels beizutragen. Zum anderen kann dies aber auch die Ursache einiger Nebenwirkungen sein.

Links zur Studie und weiteren Berichten: